Der Fall:

Das Finanzgericht (FG) Düsseldorf hatte sich mit einem Fall zu beschäftigen, in welchem ein Unternehmen, welches Photovoltaikanlagen in Form von Aufdach - Anlagen liefert und montiert, eine solche Anlage durch einen Subunternehmer hat montieren lassen. Eine Anmeldung von Bauabzugssteuer erfolgte zunächst nicht, sodass die Steuerfahndung ein Strafverfahren gegen den Geschäftsführer des Unternehmens einleitete. Das Unternehmen gab dann zwar eine Anmeldung zur Bauabzugssteuer ab, vertrat aber die Auffassung, dass es bei einer Aufdach- Photovoltaikanlage im Unterschied zu einer in das Dach integrierten Anlage an einer Bauleistung fehle. Das Finanzamt sah die Leistung des Unternehmens jedoch als bausteuerabzugspflichtig an.

Die Entscheidung:

Der Unternehmer erhob dagegen Klage - und verlor. Das FG vertrat die Auffassung, dass der Begriff des Bauwerks weit auszulegen sei und daher nicht nur Gebäude umfasse, sondern auch mit dem Erdboden verbundene oder infolge ihrer Schwere auf ihm ruhende, aus Baustoffen oder- teilen mit baulichem Gerät hergestellte Anlagen. Demnach stellt eine Aufdach - Fotovoltaikanlage ein Bauwerk dar und ist damit bauabzugssteuerpflichtig.

Quelle: Urteil des FG Düsseldorf v. 10.10.2017; Aktenzeichen 10 K 1513/14E, via beck online